Gleitsichtglaeser Schwerte

Gleitsichtbrillen

Das Thema "Gleitsichtgläser" unterliegt mehr Missverständnissen, Irrtümern, Fehleinschätzungen, Falschanwendungen... als jedes andere augenoptische Thema.
Dabei ist es eigentlich ganz einfach - wenn man / frau die richtigen Informationen hat und einsieht, dass die Erfahrungen des Nachbarn oder der Kollegin nicht beliebig auf einen selbst übertragen werden können!

Nur das Grundprinzip ist immer gleich: beim geradeaus Sehen sieht man durch den Fernteil, beim Blick nach unten durch den Nahteil und dazwischen auf Zwischenentfernungen. Das klingt einfach, hat aber natürlich seine Tücken: Neben den vielen Varianten von Glas- / Kunststoffmaterialien und Oberflächenvergütungen, die mit dem Gleitsichteffekt selbst zunächst nichts zu tun haben, gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen "Glasphilosophien", mit denen die Hersteller versuchen, den verschiedensten Ansprüchen von unterschiedlichsten Sehgewohnheiten und -erfordernissen gerecht zu werden.
Es ist nahe liegend, dass ein Gärtner, eine Friseurin, eine EDV-Anwenderin und ein Fernfahrer nicht das gleiche Gleitsichtglas als optimal erleben werden, weil sie völlig unterschiedliche Sehansprüche haben. Dementsprechend ist es ein weit verbreiteter Fehler, Gleitsichtgläser über den Preis zu kaufen - das teuerste ist nicht für jeden das beste und ein preiswertes nicht automatisch das schlechteste. Billiggläser haben immer unter einer extremen Einsparung an technischem Niveau zu leiden und können meist nicht einmal einfachen Alltagsansprüchen gerecht werden; abgesehen davon wird bei billigen Gläser fast immer an durchaus wichtigen Oberflächenveredelungen gespart.



Abhängig von der hauptsächlichen Tätigkeit können Gleitsichtgläser schwerpunktmäßig für Weitsehen, Arbeit auf Zwischenentfernungen (Schreibtisch) oder Nahsehen ausgerichtet werden. Außerdem kann der Übergang von Weit zu Nah noch verschieden lang gewählt werden, was entgegen eines weit verbreiteten Irrtums nicht nur wegen der Brillenmode (flache Fassungen) entwickelt wurde!
Neben diesen verschiedenen Glasdesigns für unterschiedliche Anwendungen gibt es noch einen weiteren entscheidenden Punkt: die Breite des Übergangsbereiches zwischen Fern- und Nahteil ist die eigentliche technische Herausforderung hinsichtlich des Sehkomforts und hat deshalb auch einen erheblichen Einfluss auf den Preis. So wird zum Beispiel bei Hoya (einem der weltweit größten Brillenglashersteller und Technologieführer) das Prinzip der biprogressiven Glasfertigung angewandt. Das bedeutet, dass die Gleitsichtwirkung auf Vorder- und Rückfläche des Glases verteilt wird womit ein besonders hoher Sehkomfort entsteht.


große Sehbereiche in einem High-Tech-Glas

schmale Sehbereiche in einem Standard-Glas


Allerdings: so hoch die Gläser auch entwickelt sind, die entscheidenden Dinge für den optimalen Sehkomfort sind neben der optimalen Beratung für den hauptsächlichen Anwendungsbereich die Brillenglasbestimmung und die Glaszentrierung durch den spezialisierten Augenoptiker.
Da man beim Sehen dynamische Blickrichtungswechsel macht, schaut man zeitweise auch durch die Randbereiche der Gläser. Dabei entstehen Abbildungsfehler, die in ihrer Größe ganz erheblich davon abhängen, wie exakt die Fehlsichtigkeit korrigiert ist. Brillenträger, die innerhalb von drei Minuten beraten, vermessen und verabschiedet sind, dürfen allgemein davon ausgehen, dass Sie nicht gründlich "vermessen" wurden.

Das "Einmessen" der Gläser (Zentrierung) ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Gleitsichtbrillenfertigung: mit digitalen Fotozentriersystemen lassen sich heute die Augenpositionen innerhalb der Brille so genau bestimmen und in der Werkstatt beim Schleifen der Gläser in verfügbare Brillenpräzision umsetzen, dass ein optimaler Sehkomfort als alltäglicher Standard erreicht wird.



Sehzentrum WERKSTETTER AUGENOPTIK

Höchster Sehkomfort durch digitale Gleitsichtglaszentrierung



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Fachkompetenz und modernste Messtechnik
sind die Basis für perfekte Gleitsichtbrillen


Natürlich sollte eine solche Brille von Zeit zu Zeit nachjustiert werden, damit die Präzision nicht durch gelegentliche Umarmungen und ähnliches verloren geht!

Das Sehzentrum WERKSTETTER AUGENOPTIK® bietet verschiedene Dienstleistungspakete zur Brillenbestimmung und Vorsorge an:
Von der Standard-Brillenglasbestimmung bis zum "SEHZENTRUM-Paket" mit umfangreichen Messungen für Ferne und Nähe, Augeninnendruck- und Gesichtsfeldmessung, digitaler Fotodokumentation und Erläuterungen am Augenmodell.